In diesem Fall wäre der Händler der Scalper der die Situation ausnutzt. Ob Alternate so tickt weiß ich nicht. Ich kaufe mir unter diesen Umständen jedenfalls keinen neuen PC.
Es geht nicht um die Preise, die vom Hersteller aufgerufen werden, sondern um die Kette danach. Ein Händler hat mit dem Produkt genau so viel zu tun, wie ein Scalper. Egal wir müssen die Preise zahlen, oder es lassen.
Naja sehe da schon einen großen Unterschied. Der Hersteller bis zum Händler trägt ein Teil der Wertschöpfung bei. Händler übernehmen letztendlich den Vertrieb, händeln Rücknahmen, führen als letzte in Kette die Steuern ab usw. Natürlich sind die Preise viel zu hoch, das ist klar. Aber Scalper tragen genau 0 zur Wertschöpfung bei. Sie handeln rein mit dem Ziel persönlicher Bereicherung in dem sie der Person, die das Produkt wirklich benötigt, (noch) höhere Preise aufzwingen.
So sehe ich das nicht. Der Hersteller könnte grundsätzlich selbst an einzelne Kunden verkaufen. Wenn er stattdessen Zwischenhändler nutzt, lagert er bestimmte Aufgaben aus, wie @Odyssey_Plus_Man ja schon ausgeführt hat. Die Handelsspanne ist in diesem Modell also nicht bloß ein Aufschlag dafür, dass jemand die Ware kurz besitzt. Ihr stehen vorgesehene, notwendige Vertriebsleistungen gegenüber – insbesondere Lagerung, Transport, Mengenaufteilung und die Erreichbarkeit der Kunden. Der Scalper hingegen nützt niemandem. Die logistische Kette bis zum Endkunden ist schon vollständig eingerichtet und alle Aufgaben sind verteilt, er drängt aich unaufgefordert in die Wertschöpfungskette ein und trägt absolut nichts zu dieser Wertschöpfung bei. Klar fand ich es auch heftig, als ich in meiner Jugend irgendwann mal hörte, dass alleine schon die Einzelhändler bis zu 50% des Kaufpreises einstecken, Großhändler bis zu 30%. Aber das sagt ja am Ende nur aus, dass dirt im Vergleich zu der reinen Entwicklung und Produktion eines Produkts noch ein großer zusätzlicher Aufwand steckt. Bei Kleidung etwa kostet die Produktion ja häufig nur ein Bruchteil des Endpreises, dort ist viel Aufwand im Ladengeschäft, dem Personal, dass den Käufer berät (so er denn will), usw.. Andersrum gesagt, wenn die Hersteller das als ungerechtfertigt hoch ansehen würden, hätten sie ja die Waren direkt verkauft bzw. sich zusammengeschlossen um ein alternatives, fairer bepreistes Vertriebssystem aufzubauen.
Das ist alles ok, so lange es im Rahmen bleibt....für die 5090 ist der UVP ~2099€......meine kostet i.M. ~7500€, ich verstehe auch, daß das Angebot und Nachfrage ist, aber ich finde es traurig wenn der Preis noch 2000€ teurer ist, wie damals die Scalperpreise und das ok ist, weil es keine Scalper sind, sondern nur Händler. Das hat mit Wertschöpfung nichts mehr zu tun, das ist für mich auch nicht mehr Angebot<>Nachfrage, das ist über´s Ziel hinaus geschossen.....klar ist das jeder Recht, aber wo soll das enden?! Naja, ich bin versorgt (min. bis zur Rente und zu normalen Preisen), der Rest kann mir egal sein, wohl auch besser so. EDIT: Ach, jetzt hab ich´s, ich muss die 5090 nur als Kunstgegenstand mit Sammlerwert sehen und schon passt das für meinen Kopf.
Natürlich ist das Mist, wenn ein Händler das Zeuchs zur UVP eingekauft hat und jetzt mit deutlichen Aufschlag verkauft. Damit rückt der Händler dann schon in Scalper-Regionen. Das macht den Händler auch zum Scalper-Trottel... aber die Scalper-Trottel nicht plötzlich zu erhhaften Händlern. Wie hier ja schon mehrfach dargelegt wurde gibts da nen massiven Unterschied.
Ich frage mich eher, WO der Aufschlag passiert ist... Wo kommt denn die UVP her? Von nVidia selbst? Denn nVidia produziert ja nur wenige "fertige" Grafikkarten, sondern eher die puren GPUs, die dann an die tatsächlichen Produzenten, wie ASUS, MSI etc. gehen... Und die designen und bauen dann die Boards und bestücken sie eben mit den GPUs, Speicher, Elkos, Spannungswandlern, einem eigenen Kühlkörper+Lüftern etc.... Und dann ist auch die Frage, von wann die UVP ist... VOR dem KI Rechenzentren-Boom oder währenddessen. So oder so wird es wohl schwierig herauszubekommen, wo der Hauptteil des aktuellen Preises zustande kommt. Es sei denn, man kennt jemanden, der weiß, was der Listeneinkaufspreis für die Grafikkarten oder gar die Komponenten hierfür ist. Wahrscheinlich gönnen sich sogar alle in der Kette ein gewisses Stück vom Kuchen... Aber ja, auch ich finde die aktuellen Chip-Preis-(und Verfügbarkeits-)Entwicklungen und was daran hängt absolut unschön, um es mal gelinde auszudrücken... Und mich persönlich schreckt auch das Auftreten von nVidia und deren CEO inzwischen gewaltig ab (auch wenn "die anderen" da teilweise auch nicht besser sind). Ich habe mir ende September auch meine erste Radeon-Karte gekauft (war vorher über 25 Jahre lang bei nVidia). Und anscheinend auch zur richtigen Zeit... Denn jetzt ist diese plötzlich auch 300€ teurer... Zu der Zeit war sie (RX 9070 XT) halb so teuer wie eine RTX 5080 und auch noch um einiges günstiger als eine 5070 TI. So oder so alles gerade sehr "uncool"...
Das ist eben nicht eindeutig aber Igors Lab hatte darüber mal ein Video gemacht, da er ja Kontakte hat. Man muss wissen Nvidia liefert die GPU + RAM als bundle für mehr oder weniger feste Preise an die Board Partner aus (Nvidia selbst baut ja keine Karten außer die Founders Edition). Die Board Partner sind wohl die erste Station die Profit drauf schmeißen. Dann landen die Karten bri den Einzelhändlern und die sind im Preis natürlich sehr flexibel und und erhöhen, wenn der Markt das hergibt. Bei diesen beiden "Zwischenstationen" bleibt wohl das meiste das Aufschlages hängen, weniger bei Nvidia selbst. Wie immer muss man natürlich auch auf die Leute schauen die für diese enorm überhöhten Preise immer noch zuschlagen. Letztendlich ermöglichen erst diese Käufer überhaupt dieses Preisniveau zu halten.